Zum zweiten Mal in der Saison unterliegt KSC gegen Potsdam in vier engen Sätzen

05. Januar 2017
Foto: Gerhard Pohl

SC Potsdam - Köpenicker SC Berlin   3:1   (25:23,16:25,25:22,25:22) 

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison holte sich Potsdam den Sieg gegen die Mädels aus dem Berliner Südosten in jeweils sehr engen Spielen. Das 1:3 aus Berliner Sicht wirkt eindeutig, die Köpenickerinnen hielten das Match aber lange Zeit offen und Potsdam war eigentlich erst im vierten Satz über etwas längere Zeit dominierend. Das durch Krankheit, Verletzungen und Abstellung zur Juniorinnen-Nationalmannschaft (Klein, Pogany, Hero, Holstein) gehandikapte Berliner Team stellte sich von Anfang an als ein Gegner in der Potsdamer Arena vor, der sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollte. 

Im ersten Satz konnte sich kaum eine Mannschaft mal auf ein paar Punkte absetzen, sofort holte die andere wieder auf. Zu Anfang des zweiten Satzes kam der KSC super aus den Startlöchern - der bald erspielte Neun-Punkte-Vorsprung wurde bis ins Ziel gebracht. Bis Mitte des dritten Satzes hielt das Übergewicht des KSC, dann legte Potsdam einen Zwischenspurt ein und holte sich den dritten Satz knapp. Auch der vierte Satz ging nur knapp an die Hausherren, wenngleich Potsdam zwischenzeitlich nach dem verletzungsbedingten Aus von Nicole Walch schon mit acht Punkten führte. Die druckvollen KSC-Aktionen in der Folge machten den Satz noch einmal spannend, leider letztendlich ohne Punkterfolg für das Berliner Team… 

Der KSC überzeugte trotz der Niederlage beim Tabellenvierten mit einer sehr engagierten und größtenteils spielerisch ansprechenden Leistung. Auf der Liberoposition sorgte Jessica Göpner für viel Stabilität in Annahme und Abwehr, in der Abwehr rackerten alle mit vollem Einsatz, der Angriff hielt über weite Strecken mit den Leistungen der Potsdamer Garde mit - traf allerdings auf der Gegenseite auf eine sich grandios in die Angriffe werfende Lisa Rühl (zum MVP gewählt), die sehr viele Bälle entschärfte und im Spiel hielt. Die meisten Treffer auf Berliner Seite erzielte Nele Iwohn. Zur Berliner MVP wurde Celin Stöhr gewählt, die ihre Angriffsaktionen heute mit gewachsener Sicherheit vollstreckte. Nachteile hatte der KSC vor allem in der Blockarbeit, hier waren die  Potsdamer "langen Kerls" weiblichen Geschlechts deutlich erfolgreicher.

Der KSC trifft bereits am Samstag auf den Überraschungssieger des gestrigen Spieltags, den VfL Suhl. Um 19:30 Uhr geht es in der Hämmerlinghalle gegen den punktgleichen Tabellennachbarn.

Foto: Gerhard Pohl

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