Wiedersehen macht Freude - Schwarz-Weiß Erfurt in der Köpenicker Hämmerlinghalle

01. Februar 2017
Foto: Martina Lowin

Gerade dreieinhalb Jahre ist es her, als der damalige Cotrainer des Köpenicker SC, Manuel Müller den KSC verlassen hat, um in der Folge bei den Berlin Recycling Volleys Assistent von Meistertrainer Mark Lebedew zu werden. Nun kehrt Müller mit seinem Erfurter Team nach Köpenick zum Ligavergleich zurück. Am Samstag, dem 4. Februar 2017 treffen die KSC-Schmetterlinge um 19:00 Uhr auf Schwarz-Weiß Erfurt. Der Vergleich gegen die Thüringerinnen ist eines der Spiele, die das KSC-Team siegreich gestalten will und sollte. 

Die Erfurterinnen sind zum Saisonbeginn zum dritten Mal in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Abweichend von den bisherigen Versuchen (nach 2003/04 das letzte Mal in der Saison 2010/11 - damals mit zwei Siegen des KSC in den direkten Vergleichen) soll es diesmal mit dem Klassenerhalt klappen. Sinnvolle Verstärkungen des letztjährigen Vizemeisters der 2. Bundesliga Süd zusammen mit dem Mannschaftsstamm der letzten Saison, trainiert von einem engagierten und mittlerweile mit einigen Erfahrungen und viel Wissen ausgestatteten Trainer - das ist das Erfolgsrezept, mit dem der Verein aus der thüringischen Landeshauptstadt eine konkurrenzfähige Mannschaft die 1. Liga auf das Parkett gezaubert hat. Im Team dominiert die Fraktion der Spielerinnen, die bei den ganz großen Meisterschaftsanwärtern wie Schwerin (Piest, Wessely) oder Dresden (Wolf, Stock, Hetmann) nicht den Sprung zu den Stars der 1. Mannschaft geschafft haben, nun aber in Erfurt mit viel Einsatzzeit so richtig zeigen können und vor allem wollen, was sie bei den Nachwuchsteams der Spitzenvereine gelernt haben. Hinzu kommen drei US-Amerikanerinnen sowie eine Estin. Natascha Niemczyk ist den Berliner Zuschauern schon von ihren Bundesligaauftritten in Lohhof und Straubing bekannt, hinzu kommen einige Thüringer Eigengewächse. 

Es wundert nicht, dass diese Konstellation an Spielerinnen sich in der Liga schnell einen Ruf als sehr kampfstarkes und nie aufgebendes Team erarbeitet hat. Beim Auftritt der Mannschaft in Münster war klar zu sehen, dass sich das Team seit Saisonbeginn auch noch einmal deutlich verbessert hat und mit Selbstvertrauen und nie erlahmender Kampfkraft den hohen Favoriten kurz vor einer Niederlage hatte. Apropos Niederlage: Das Auswärtsspiel in der Hinrunde ging für die KSC-Schmetterlinge verloren - hier durfte man durchaus Erfahrungen sammeln, wie unangenehm sich der bissige Aufsteiger bespielt.  

Logisch: für den KSC Berlin geht es am Samstag darum, mit einem Sieg den Abstand zur Abstiegszone deutlich zu vergrößern. Wir dürfen also darauf hoffen, dass individuelles Können, gepaart mit Köpenicker Einsatzstärke und Kampfkraft sowie viel Konzentration den Aufsteiger in die Schranken weisen. Berlins Trainer Manuel Rieke will eine Antwort seines Teams auf die Auswärtsniederlage sehen und erwartet "Kämpfen bis zum Schluss!". Wir sehen uns in der Hämmerlinghölle!

 

Foto: Martina Lowin

 

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