Thüringer Sterne in Köpenick

05. Januar 2017
Foto: Martina Lowin

Auch wenn die vormaligen Volleystars Thüringen ihren früheren Namen aufgegeben haben: Für ihre Südthüringer Region und darüber hinaus sind die Mädels vom VfB Suhl Lotto Thüringen ein sportliches und durchaus leuchtendes Aushängeschild. Am Samstag, den 07. Januar 2017 treffen die Schmetterlinge des Köpenicker SC um 19:00 Uhr in der Ballsporthalle Hämmerlingstraße am S-Bahnhof Köpenick auf die Thüringerinnen. Für den KSC geht es in diesem Spiel schon darum, sich ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn, der für ein kämpferisch geprägtes Spiel steht und der niemals aufgibt, will das KSC-Team den Auswärtssieg in Suhl nun auch in der Hämmerlinghalle bestätigen.

Lange stand die Teilnahme des VfB Suhl an der diesjährigen Ligarunde auf tönernen Füßen. Nach der zweiten Insolvenz innerhalb von zwei Jahren hatten Vereinsführung und Management in Suhl alle Hände voll zu tun, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine erneute Saison in der Liga zu schaffen. Mittlerweile kann man stolz auf das Geleistete sein: Wirtschaftlich scheint der Verein zwar nicht auf Rosen gebettet, aber doch in sicherem Fahrwasser zu sein. Vor einigen Wochen konnte Sponsor Lotto Thüringen als Namensgeber der Bundesligamannschaft gewonnen werden. Die vor knapp 25 Jahren erbaute Wolfsgrube wird in der kommenden Saisonpause mit einigen staatlichen Fördergelder für die Anforderungen der nächsten Jahre unter anderem auch mit einer für den Bundesliga-Volleyball erforderlichen Erhöhung des Hallendaches fit gemacht. Als Trainer des Teams wurde der erfahrene Holländer Han Abbing verpflichtet, der beim Mannschaftsaufbau zumindest auf drei Spielerinnen des alten Teams (Steger, Lauerova und Petter) zurückgreifen konnte. Im übrigen ist zumindest der erste Sechser u.a. mit der französischen Nationalzuspielerin Delabarre, der Brasilianerin Valongo de Castro, der Holländerin Jasper oder der slowakischen Nationalspielerin Hroncekova bestens besetzt. Die in vielen internationalen Vergleichen erfahrene Slowakin ist zugleich die erfolgreichste Suhler Spielerin der laufenden Saison. Mit fünf MVP-Medaillen liegt sie als Mittelblockerin gleichzeitig auf Platz 13 der Scorerrangliste der Liga. Die bisherigen Spielergebnisse des Suhler Teams waren zu häufig von Instabilität geprägt - überragend gut gespielte Sätze wechselten sich mit schwächeren immer wieder ab. Für eine absolute Überraschung sorgte Suhl am vergangenen Mittwoch, als das Team von Trainer Abbing mit 3:0 beim Tabellenfünften Wiesbaden trotz personeller Ausfälle gewann. So steht die Suhler Mannschaft aktuell auf Platz 9 der Tabelle - der gewünschte Pre-Play-off Platz ist nahe gerückt.

Auch für den KSC geht es letztendlich darum, die Voraussetzungen für eine Pre-Play-off Teilnahme zu schaffen. Ein harter Weg liegt noch vor den Schmetterlingen - der angestrebte Sieg gegen die Thüringerinnen könnte die Berlinerinnen ein deutliches Stück vorwärts bringen. Dazu ist es aber erstmal erforderlich, den Kampf gegen die Gäste aufzunehmen, selbst Akzente zu setzen und dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. So sollten die KSC-Schmetterlinge genug Motivation haben, das Heimspiel am kommenden Samstag mit Konzentration und Kampfgeist erfolgreich zu gestalten. Wir sehen uns in der Hämmerlinghölle!

 

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