Tabellenachter setzt sich gegen Tabellenneunten durch

12. März 2017
Foto: Martina Lowin

Köpenicker SC Berlin -  Ladies in Black Aachen   0:3 (20:25,27:29,20:25)

Die Serie der letzten Jahre hat gehalten: Seit Einführung der Pre-Play-offs in der Meisterschaft hat sich immer der Tabellenachte gegen den Tabellenneunten durchgesetzt. So auch heute in der Köpenicker Hämmerlinghalle: Die Ladies in Black Aachen siegten auch im zweiten Spiel der Pre-Play-offs gegen die KSC-Schmetterlinge. Der 3:0-Erfolg der Gäste war verdient. Während sich Aachen nun auf das Viertelfinale der Meisterschaft gegen Schwerin vorbereiten darf, ist für den KSC die Saison vorbei.

Von Anfang an entwickelte sich ein Spiel, das vom Aufschlagspiel geprägt war. Aachen startete mit hoch aggressivem Service, der die KSC-Abwehr heftig beschäftigte. Den 0:5-Rückstand nach den ersten Aktionen schleppten die Schmetterlinge bis zum Satzende. Der 2. Satz war ausgeglichen, doch schien Aachen das Spiel weiter unter Kontrolle zu haben. Trotz Berliner Führung kurz vor Schluss sicherten sich die Ladies auch den 2. Satz. Auch mit dem letzten Satz konnte das Spiel nicht mehr umgebogen werden.

Köpenick hat tapfer gekämpft, fand aber letztlich von der Annahme über die Blockarbeit bis zum Angriff keine Mittel, die hervorragend eingestellten und selbstbewussten Aachenerinnen zu gefährden.  Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Aachen brauchten die Berlinerinnen zu viele Anläufe,  um die Punkte einzufahren. Trainer Rieke versuchte mit Wechseln Entlastung und Veränderungen in das Spiel zu bringen - so die gut agierende Annalena Grätz für die heute nicht so erfolgreiche Dominice Steffen oder die heute ihr letztes Spiel für den KSC machende Jessica Göpner als Verstärkung in der Abwehr, doch Aachen ließ sich nicht beeindrucken. Zuspielerin Femke Stoltenborg operierte auf hohem Niveau, verteilte blitzschnell und aus gewohnter Höhe die Bälle, die alle Mannschaftsteile mit guter Scorerquote auf das Parkett der Hämmerlinghalle brachten. Zur MVP wurden Stoltenborg und Berlins Libera Anna Pogany gewählt. Die meisten Berliner Punkte erzielte Nicole Walch mit 15 Treffern.

Herzlichen Glückwunsch an die Gäste aus der westlichsten deutschen Großstadt, die sich mit ihrer Leistung den Einzug in das Viertelfinale ehrlich verdient haben. Meisterschaftsaspirant Schweriner SC wird sicher nicht den Fehler machen, die Ladies in den nächsten Spielen zu unterschätzen, sonst könnte die Erfolgsgeschichte des Teams von Saskia van Hintum weitergehen. Für den KSC ist die Saison mit dem heutigen Spiel beendet. Wir werden über Neuigkeiten in Vorbereitung der neuen Saison in den nächsten Tagen berichten. 

Foto: Martina Lowin

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