Supercup-Gewinner setzt sich gegen Köpenicker SC durch

29. Dezember 2016
Foto: Frank Ziegenrücker

Köpenicker SC Berlin - Allianz MTV Stuttgart             0:3 (16:25,18:25,20:25) 

Mit dem erwarteten Favoritensieg endete heute Abend der Auftritt von Supercup Gewinner und Vizemeister Stuttgart beim KSC Berlin. Die Stuttgarterinnen holten sich einen nie gefährdeten 3:0-Sieg in Berlin und bewiesen von Anfang an, dass sie nicht zu Unrecht zu den Meisterschaftsfavoriten der laufenden Saison gezählt werden. Der KSC hielt gut dagegen, dominierte einige Phasen, doch Stuttgart zog an den entscheidenden Stellen immer wieder das Spiel an sich und bestimmte mit seinem hohen Tempo den Rhythmus des Matches. 

Köpenick trat am heutigen Mittwoch ohne die zweite Zuspielerin Luise Klein auf, die heute und morgen (18:00 Uhr, OSZ in Strausberg) mit der Juniorinnen-Nationalmannschaft einen Vergleich gegen das holländische Nationalteam absolviert. Auch Marie Holstein fehlte noch, wenngleich sie nach ihrer Krankheit bereits wieder erste Trainingseinheiten absolvierte. Von Anfang an diktierte der Gast aus dem Schwäbischen den Rhythmus des Spiels. Mit einer fantastischen Angriffsleistung begonnen beim Zuspiel durch die schnelle und hochgenaue Valerie Nichol über die hochdynamischen Außen Mlejnkova und Sandor bis zu den schnellen Pässen auf die Mittelblocker Grant und Pissinato, abgewechselt von der durchschlagskräftigen Diagonalen Deborah van Daelen ließen die Gäste von Anfang an keinerlei Zweifel, wer heute als Sieger vom Platz gehen wollte. Dem KSC gelang es während des gesamten Spiels nie, einen wesentlichen Vorsprung herauszuarbeiten - fast durchgängig lief man der Führung der Gäste hinterher. Auf KSC-Seite schaffte es auf den Außenpositionen wie auf der Diagonalen keine Spielerin, eine stabile Trefferquote zu erreichen - immer wieder war der Stuttgarter Block oder die Abwehr um Libera Wanna Bukaew zur Stelle. Deutliche Fortschritte zeitigte das Berliner Spiel über die Mittelblockposition. Sowohl über Julia Hero wie auch Nuria Lopes da Silva gelangen Angriffsaktionen, die vor ein paar Wochen noch nicht vorstellbar waren. Die Abstimmung zwischen Zuspielerin Sarah Wickstrom und da Silva kommt (endlich) immer häufiger in den Bereich, in dem eine Verwertung der Angriffe möglich wird - und mit der besseren Abstimmung wächst auch das Selbstvertrauen der Akteurinnen, die nächsten Aktionen in ähnlicher Weise zu zelebrieren. 

Letztendlich nehmen die Gäste aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt drei Punkte verdient aus der Hauptstadt mit auf die Rückreise. Wie schon in anderen Spielen wurde klar, dass gerade in dieser Saison der leistungsmäßige Abstand zwischen den Mannschaften an der Spitze der Tabelle und Abstiegszone noch spürbarer ist, als in manchen Vorjahren. Der KSC hatte zwar heute keine realistische Chance, doch in den nächsten Vergleichen sieht das schon wieder anders aus: Nach dem Auswärtsspiel in Potsdam am kommenden Mittwoch folgt am Samstag, den 07. Januar 2017 das Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenzehnten VfB Suhl.,

Foto: Frank Ziegenrücker


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