Starke Vorstellung in Aachen

08. März 2017
Foto: Frank Ziegenrücker

Ladies in Black Aachen - Köpenicker SC Berlin        3:1 (25:21,26:24,21:25,25:21)

Noch vor wenigen Wochen ließen die Ladies den Berlinerinnen nicht den Hauch einer Chance, heute Abend war das Spiel von der 1. bis zur letzten Minute nicht nur hoch spannend, sondern nahezu ausgeglichen. Das 3:1 zu Gunsten der Aachenerinnen bei regelmäßig engem Satzausgang verdeutlicht die Steigerung der Berlinerinnen im Vergleich zum Ligaspiel vor dreieinhalb Wochen.

Beide Mannschaften agierten von Anfang an auf hohem Niveau. Der KSC schaffte es, über die Aufschläge Druck aufzubauen, so dass Aachen nicht in die Dominanz des letzten Vergleichs kommen konnte. 11 direkte Aufschlagpunkte für den KSC sprechen ganz klar für die Schmetterlinge. Beide Mannschaften schenkten sich vom Anpfiff an nichts, kein Team konnte jemals während aller Sätze mehr als 4 Punkte Vorsprung herausholen. Immer wieder wurde der Vorsprung gedreht, gefightet, was das Zeug hält - das Publikum war ob der gezeigten Leistungen sichtlich zufrieden. Die ersten beiden Sätze entschied Aachen mit je einer kleinen Aufschlagserie zum Satzende für sich, den Vorsprung im 3. Satz brachten endlich die KSC-Schmetterlinge nach Hause. Schlussendlich war Aachen mit dem Sieg im 4. Satz durchaus verdienter Sieger, hatten sie doch einige Vorteile im Blockspiel. Auffallend waren vor allem die Auftritte der holländischen Nationalzuspielerin Femke Stoltenborg sowie der rumänischen Nationalspielerin  Ioana Baciu auf der Diagonalen (zur MVP gewählt). Auch Hollands Talent Nika Daalderop, das an die Türen der Natio klopft, zeigte wieder eine ansehnliche Leistung.

Die KSC-Mädels haben überhaupt nicht enttäuscht. Erneut war das Präsentierte absolute Teamarbeit: Keine Ausfälle, jeder rackerte für die Mannschaft, für das gemeinsame Ziel. Und so manch eine Athletin bewies, wie sie sich in den vergangenen Wochen verbessert hat. Beispiel Nicole Walch: Mitte Februar noch mit 17 % Angriffsquote - heute durchsetzungsstark mit 50 % und 18 Scorerpunkten auf ganz anderem Level. Die heutige Veröffentlichung in der Berliner Morgenpost schien Dominice Steffen noch einmal zu motivieren. Als Leader auf dem Feld schaffte Sie trotz Dauerbeschuss durch gegnerische Aufschläge noch 19 eigene Treffer - Aachens Trainerin Saskia van Hintum wählte sie zur Berliner MVP.

KSC-Trainer Manuel Rieke war auf seine Mannschaft stolz: "Wir haben größtenteils das geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Auf dieser Leistung können wir aufbauen und am Samstag werden die Karten neu gemischt." gibt er einen Ausblick auf das Rückspiel in der Hämmerlinghalle am 11. März 2017 um 19:30 Uhr.

Foto: Frank Ziegenrücker

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