Presseartikel zum Rückzug aus der 1. Liga

10. Juni 2017

Neues Deutschland vom 10.06.2017

Fest steht jedenfalls: Auch weiterhin wird es keinen Frauen-Spitzenvolleyball in Berlin geben. Das hiesige Talentpotenzial - gefördert durch das Nachwuchszentrum VC Olympia Berlin - hat schon in der Vergangenheit keine durchschlagende Wirkung auf den Berliner Frauenvolleyball erzielt. Denn die meisten Spielerinnen im Jugend- und Juniorenalter verließen aufgrund der geringen sportlichen Perspektive Berlin und gingen stattdessen zu anderen Bundesligisten. Dieser Trend wird nun erst recht weitergehen, weil es in Berlin überhaupt keinen Erstligisten mehr gibt.

Vielleicht, so bleibt zumindest zu hoffen, kann eines Tages der gerade in die 2. Bundesliga aufgerückte Drittligist Berlin-Brandenburger SC die vom Köpenicker SC hinterlassene Lücke schließen. Bis dahin bleiben alte Zeiten ein Traum.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1053667.von-der-europaeischen-s...

 

Berliner Morgenpost vom 31.05.2017

"Wir haben uns entschieden, die Meldung für die erste Liga zurückzuziehen", sagt Catrin Peters, Geschäftsführerin der Spielbetriebs GmbH. 270.000 Euro hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Jochen Peters gesammelt, 500 E-Mails geschrieben, diverse handschriftliche Briefe und so einige Termine mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft wahrgenommen... "So können wir das Abenteuer nicht eingehen, das finanzielle Risiko ist einfach zu hoch", erklärt Peters. ... "Irgendwie hat man das Gefühl, Frauenvolleyball ist hier in Berlin nicht gewünscht", sagt sie. ... Nach den Fußballerinnen des 1. FC Lübars und den Handballerinnen der Spreefüxxe sind die Köpenickerinnen der dritte Frauenklub, der trotz sportlicher Leistungsfähigkeit aus der höchsten Spielklasse ausscheiden muss. ... Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes Berlin: "Das Hauptproblem ist, dass diese Stadt ganz viele leistungsstarke Vereine hat, die in dem großen Angebot von 120 Bundesligisten untergehen." Gerade einmal 200 bis 300 Zuschauer kamen zuletzt zu den Spielen der Köpenickerinnen. Damit fehlt potenziellen Geldgebern die nötige Plattform für ein lukratives Engagement. Bernd Holm von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport glaubt allerdings nicht an ein geschlechterspezifisches Problem: "Die Männer haben in Sportarten wie Ringen oder Boxen ähnliche Probleme."

https://m.morgenpost.de/sport/article210760281/Koepenicker-SC-zieht-sich...

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