Potsdam: Kein Spiel für schwache Nerven

05. Januar 2017

Website Potsdam vom 04.1.2017

Der SC Potsdam schlägt in einem erwartet spannenden Derby am Mittwochabend den Köpenicker SC mit 3:1 (25:23; 16:25; 25:22; 25:22). Dabei sahen die 846 Zuschauer in der Potsdamer MBS-Arena viele lange Ballwechsel, eine kämpfende Berliner Mannschaft und glückliche Potsdamer Sieger. „Gegen Köpenick sind es nie leichte Spiele“, sagte Lisa Gründing nach der Partie. Die Mittelblockerin spielt seit 2011 beim SC und hat schon so einige Derbys miterlebt.

Kein Spiel für schwache Nerven

Auch die Partie am Mittwoch war nichts für schwache Nerven. Auf dem Papier war der Tabellenvierte aus Potsdam deutlich im Vorteil gegenüber dem Neunten der Volleyball-Bundesliga, doch schon im ersten Satz entwickelte sich ein enges Spiel. Die Gastgeberinnen konnten sich zu keinem Zeitpunkt deutlich absetzen und hatten es mit einer hochmotivierten gegnerischen Mannschaft zu tun.  Letztendlich konnte der erste Satz mit viel Nervenstärke mit 25:23 gewonnen werden.

Köpenick mit starkem Auftritt im zweiten Satz

Im zweiten Satz zeigte sich die gute Tagesform des Köpenicker SC noch deutlicher. Das Team um Trainer Manuel Rieke ging mit 2:8 zur ersten technischen Auszeit in Front. Zu diesem Zeitpunkt gelang den Berlinerinnen einfach alles. Potsdam tat sich schwer, etwas dagegen zu setzen. „Wir haben viele einfache Fehler gemacht, viele leichte Bälle gespielt“, resümierte SC Potsdam-Coach Davide Carli nach dem Abpfiff. „Im zweiten Satz haben wir unsere Qualität vermissen lassen.“ Diese Schwächephase wussten die Köpenickerinnen gut auszunutzen, spielten tolle Angriffe und konnten den Satz folglich hochverdient mit 25:16 gewinnen.

Dritter und vierter Satz geht an Potsdam

Im dritten Satz zeigten die SC-Mädels die richtige Reaktion. Mit mehr Biss und einer stabileren Abwehr um Libera Lisa Rühl, die nach der Partie auch als wertvollste Spielerin ausgezeichnet wurde, holten sie den Satzpunkt zwar knapp, aber mit 25:22 auf ihr Konto.

Beim 21:13 schien der vierte Satz so gut wie entschieden, doch trotz des großen Rückstandes gaben sich die Gäste aus Köpenick nicht auf und kämpften weiter – mit Erfolg – um jeden Punkt. So wurde es am Ende tatsächlich nochmal ein richtiges Nervenspiel für die Potsdamer Fans. Beim 25:22 machte Annegret Hölzig jedoch den Sack zu und sorgte für große Erleichterung über die drei Punkte bei ihrem Team.
„Ich freue mich über die drei Punkte. Meine Mannschaft ist fokussierter als gegen Dresden aufgetreten, ich habe eine Reaktion gesehen“, so Trainer „Charly“ nach dem Spiel. „Wir haben heute gut gespielt aber mit wenig Qualität. In der Abwehr waren wir besser und deswegen haben wir auch gewonnen.“

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