Nuria Lopes da Silva in ihrer 1. Bundesligasaison beim KSC Berlin

01. August 2016
Foto: privat

Zum ersten Mal verpflichtet der KSC Berlin eine Portugiesin für die Bundesligamannschaft. Die 24jährige Nuria Lopes da Silva kommt vom österreichischen Serienmeister Sokol SVS Post Schwechat nach Köpenick. Die portugiesische Nationalspielerin mit Wurzeln aus Guinea-Bissau soll auf der Mittelblockposition für Variabilität und Angriffstärke sorgen. 

Nuria stammt aus einer sportlichen Familie: Vater und Bruder spielten in der 1. Fußballlliga Portugals, der Bruder sogar in der Nationalmannschaft.  Sport hat sie immer begleitet, doch war sie ein Volleyball-Spätstarter: Erst im Alter von 15 Jahren begann die passionierte Leichtathletin "rein zum Spaß" mit dem Volleyball, und schnell war die athletische Portugiesin von dem Sport begeistert, der ihr nun eine internationale Karriere verspricht. Das technisch-taktische Rüstzeug nahm sie schnell an, spielte nach portugiesischen Clubs für das Team der spanischen Universität Murcia UCAM und nachfolgend zwei Jahre für Hofstra University in New York. Zuletzt war sie bei Post Schwechat unter Vertrag und holte im Mai mit der dortigen Mannschaft den österreichischen Meistertitel. In der Nationalmannschaft formte vor allem die kubanische Trainerin Gilda Harris ihre Spielweise. 

Diese ist zunächst einmal von untypischen Mittelblocker-Voraussetzungen geprägt. Lediglich 1,73 m zeigt das Maßband von Fußsohle bis (nicht vorhandenem) Scheitel. Doch "Nuria springt enorm hoch. Auch bei schnellen Pässen schafft sie es noch rechtzeitig zum Block. Durch ihre Sprungkraft gleicht sie ihre geringe Körpergröße super aus." weiß KSC-Trainer Manuel Rieke. "Vor allem ihre Schnelligkeit hat mich überzeugt. Sie schafft es, sich aus der Abwehr  immer schnell anzubieten. Ich hoffe sie wird unser Spiel durch ihre Schnelligkeit gefährlicher und variabler machen." Vielleicht bieten sich auch unorthodoxe Varianten an, denn immerhin hat "Flummi" (als vorläufiger Spitzname) in früheren Vereinen auch auf der Diagonalposition Punkte gemacht. 

Die deutsche Bundesliga kennt die Portugiesin durchaus dank Internet-TV-Übertragungen von Spielen - hier wollte sie immer schon mal auf Punktejagd gehen. "Ein bisschen mehr als üblich habe ich über meine beste Freundin in Erfahrung gebracht: Mit Hannah Klemm (vormals RPB, und mit VC Olympia 1. Liga, d.R.) habe ich zusammen für die Hofstra Universität gespielt. Sie kennt den KSC-Club und auch einige Akteure. Ich bin sehr gespannt wie es läuft!" 

Nuria ist schon deutlich aufgeregt: "Ich kann es kaum erwarten, in Berlin mit der Mannschaft zu trainieren und in der 1. Bundesliga aufzulaufen. Ich spiele immer mit viel Emotionen und mit ganzem Herzen für mein Team. Und so will ich nun mein Bestes, mein bisher erarbeitetes Können für den KSC geben. " Dabei freut sie sich durchaus, dass Volleyball nun einmal ein Sport ist, der ewig damit verbunden ist, sich zu vervollkommnen. "Du musst in jedes Training mit dem Ziel reingehen, dazu zu lernen, um besser zu werden. Nur so kann das Team sich letztendlich steigern." 

Ein herzliches Willkommen in Köpenick geht an Nuria Lopes da Silva!

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