Melanie Gernert: „Ich wollte immer mein eigenes Ding machen, und das war ein Problem“

15. Juli 2016

beach-volleyball.de vom 15.07.2016

Melanie Gernert ist die erfolgreichste deutsche smart beach tour Spielerin. Ihr Talent hätte sie auch auf die World Tour bringen können, doch die 29-Jährige rutschte aus unterschiedlichen Gründen durchs Raster der Nachwuchsförderung. Sie steht jetzt am Scheideweg zwischen der richtigen Arbeitswelt und dem Beach-Volleyball, mit dem sie rein vom Talent her auch ihren Lebensunterhalt hätte bestreiten können. „Tilo Backhaus (Trainer des Nationalteams Holtwick/Semmler, d. Red.) hat mal zu mir gesagt, er hält mich für die beste Nicht-World-Tour-Spielerin“, sagt sie schmunzelnd. Und manchmal, wenn sie auf die erfolgreichen deutschen Frauen blickt, die sich aktuell in der Weltrangliste tummeln, sei sie auch ein wenig neidisch, gibt sie zu. „Klar denke ich manchmal, was wäre gewesen, wenn. "...

So ganz ablassen will sie von dem Gedanken an internationale Turniere aber doch noch nicht, vor allem im Hinblick auf die Veränderungen, die sich nach den Olympischen Spielen voraussichtlich auch bei den Frauenteams ergeben werden. „Ich könnte mir auch vorstellen noch einmal richtig zu spielen“, sagt Gernert. „Dann muss sie sich aber über die internationale Tour beweisen und nicht nur auf der deutschen, wenn die besten vier bis fünf Teams nicht da sind“, sagt Ahmann. Die Nominierungen für die internationalen Turniere erfolgen allerdings über den DVV. Melanie Gernert benötigt also mindestens einen Fürsprecher im Kompetenzteam: „Ich würde mich freuen, wenn jemand noch einmal einen Pfifferling auf mich setzen würde“, sagt sie.

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