LSB: Förderung des Frauenleistungssports angeregt

07. April 2017

Magazin Forum vom 07.04.2017

Interview mit Klaus Böger als Präsident des LSB


Besonders der Frauenleistungssport steht in Berlin oft im Schatten. Clubs wie der Köpenicker SC im Volleyball, die Handballerinnen der Spreefüxxe oder der TTC Eastside im Tischtennis klagen über geringe Wertschätzung der Medien und der Wirtschaft.
Das ist ärgerlich, gerade weil Berlin für sich in Anspruch nimmt eine „Stadt der Frauen“ zu sein. In der Politik und in der Wirtschaft achtet man auf eine starke Repräsentanz von Frauen – im Sport ist das nicht immer der Fall. Ich habe beim Senat schon mehrfach eine spezielle Förderung des Frauenleistungssports angeregt. Am LSB wird eine solche Förderung nicht scheitern.

Eine andere Herausforderung für den Berliner Sport ist die aktuelle Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung in Deutschland. Haben Sie Sorge, dass der Sportstandort Berlin bei dieser Reform Schaden nehmen könnte?
Nein. Ich sehe Berlin auch in Zukunft gut gerüstet. Jetzt ist erst einmal ein erster Aufschlag gemacht worden, wie das Konzept aussehen soll. Es auszugestalten, wird ein längerer Prozess werden, der in erster Linie über die Bundesebene läuft und über die Spitzenverbände. Wir werden sehen, inwieweit der Landessportbund daran beteiligt sein wird. Wir sind auf LSB-Seite jedenfalls bereit, uns in die Koordination von leistungssportlichen Vorgaben der Verbände und Landestrainer bei der Ausbildung jugendlichen Nachwuchses einzubringen. Wenn ein Fachverband zum Beispiel sagt, worauf sie Wert legen, können wir die Ausbildung entsprechend ausrichten. Ein weiteres wichtiges Thema sind die Trainer. Es gehört aus meiner Sicht zur Leistungssportreform, dass das Berufsbild Trainer/in präzisiert wird. Vor allem braucht dieser Job eine vernünftige Bezahlung. Das ist momentan noch ein wunder Punkt.

http://www.magazin-forum.de/news/sport/%E2%80%9Esehe-berlin-f%C3%BCr-die...

Pressearchiv-Kategorie: