KSC kämpft im letzten Hauptrunden-Heimspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg

02. März 2017
Foto: Frank Ziegenrücker

Der 9. Tabellenplatz ist für den KSC gesichert und kann nach dem aktuellen Stand weder verloren noch verbessert werden. Die Pre-Play-offs werfen mit den beiden Spielen in der nächsten Woche gegen Aachen ihre Schatten voraus. In dieser Situation wartet mit den Roten Raben Vilsbiburg  am Samstag, den 4. März 2017 um 19:30 Uhr (eine halbe Stunde später als üblich) in der Köpenicker Hämmerlinghalle ein schwerer, unangenehmer Gegner auf die Berlinerinnen, die Konsequenzen aus der Heimniederlage vom November 2016 ziehen wollen. 

Damals hatte Vilsbiburg zeitweise derart eindeutig die Berlinerinnen dominiert, dass diese geraume Zeit brauchten, um sich aus dem Tief wieder herauszuarbeiten. Dass dies ein Ausrutscher war, zeigten die Berlinerinnen aber bereits im Ligavergleich in Niederbayern, als sie trotz Niederlage gut mithielten und nur 12 Punkte weniger als die Raben erzielten. 

Wie so häufig in den vergangenen Jahren genehmigten sich die Roten Raben vor der Saison einen Neuaufbau mit einer Mischung aus bekannten Gesichtern und immerhin sieben Neuzugängen. Ziel des früheren Pokalsiegers und Deutschen Meisters war es, nach einigen Jahren "Versacken im Mittelfeld" endlich wieder einen Schritt vorwärts zu kommen und den Kampf um das Edelmetall mit aufzunehmen. Trainer Jonas Kronseder wollte mehr Erfahrung in das Team holen und die Mannschaft durch Verpflichtung körperlich großer Spielerinnen stärken. So holten die Niederbayern erneut eine Weltauswahl von USA über Brasilien bis zu den Niederlanden. Immer noch dabei ist die mittlerweile 39jährige Weltmeisterin von 1998, Liana Mesa Luaces, die in der Saison wieder mit ihrer legendären Durchschlagskraft und Übersicht überzeugte. Drei deutsche Spielerinnen stehen noch im Aufgebot, unter ihnen die seit geraumer Zeit am Knie verletzte ehemalige KSC-Zuspielerin Mona Elwassimy. Aktivposten ist die deutsche Nationalspielerin Lena Stigrot, die mit 23 Jahren bereits 30 Länderspiele absolviert hat. Der derzeitige 6. Tabellenplatz der Raben und damit die direkte Qualifikation zu den Play-offs verdeutlicht die Klasse der ausgeglichenen Mannschaft der Saison 2016/17. Eine Platzverbesserung ist freilich nicht mehr aus eigenen Kraft möglich - dazu benötigt man die Schützenhilfe von Erfurt im Vergleich gegen Wiesbaden. Ob das Team des sich aus Vilsbiburg verabschiedenden Kronseder letztlich wie erhofft in den Kampf um die Medaillen eingreifen kann, werden allerdings erst die nächsten Wochen zeigen. 

Gegen einen solchen Gegner wie Vilsbiburg hat der KSC nichts zu verlieren. Das Köpenicker Team kann gerade bei der gesicherten Tabellenposition befreit aufspielen und auf die kleine Revanche zur Heimniederlage vom November 2016 hinarbeiten. Trainer Manuel Rieke hat aber auch schon die nächsten mindestens zwei Spiele im Fokus: "Es wird darauf ankommen, in Vorbereitung des Spiels und beim Aufstellen der Mannschaft sehr individuell mit Fingerspitzengefühl die Belastung zu steuern. Der Rhythmus des Teams muss erhalten bleiben, andererseits dürfen nicht zu viele Körner verbraucht werden." Wir sehen uns in der Hämmerlinghölle!

Foto: Frank Ziegenrücker

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