KSC Berlin bleibt im Rhythmus - ein Punkt für Jule geholt

05. März 2017
Foto: Frank Ziegenrücker

Köpenicker SC Berlin - Rote Raben Vilsbiburg           2:3 (25:22,25:15,19:25,13:25,13:15)

Auch das dritte Saisonspiel gegen die Roten Raben ging für den KSC verloren, doch gestern Abend erkämpfte sich das Team mit dem 2:3 immerhin einen Punktgewinn und der Sieg war in Reichweite. Überschattet wurde der Abend von einer Verletzung von KSC-Mittelblockerin Julia Hero, für die die Saison beendet sein dürfte.

Fotoserie von Frank Ziegenrücker:
 https://www.facebook.com/pg/Fraz-foto-263268403685482/photos/?tab=album&...

Der KSC startete wie im ersten Saisonvergleich mit großem Druck auf den Gegner. Doch im Gegensatz zum November fanden die Niederbayern nicht so schnell zu eigenen Höchstleistungen. War der 1. Satz noch umkämpft, sahen die Zuschauer nachfolgend einen Gast, bei dem nichts funktionierte, während auf Berliner Seite alles bestens lief.

Kurz vor dem Ende des 1. Satzes verdrehte sich Berlins Mittelblockerin Julia Hero bei einer Aktion am Netz das Knie - das Entsetzen auf dem Feld und auf den Rängen war spürbar. Die Vierundzwanzigjährige hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit heftigen Verletzungen (unter anderen zwei Kreuzbandrissen) zu kämpfen. Trainer Rieke, der nun nach Pia Riedel die zweite langwierige Verletzung im Team zu beklagen hat, wollte das Unglück kaum glauben: "Gerade Jule achtet wegen ihrer bisherigen Verletzungen ganz exakt auf Ihre Fitness, um keine Anfälligkeit zu provozieren - dass ihr das heute passiert, ist absolut tragisch." Trotz der Verletzung agierte das Berliner Team weiter auf hohem Niveau.

Anfang des 3. Satzes stellte Vilsbiburgs Trainer Jonas Kronseder sein Team um, die Niederbayern nahmen Fahrt auf, fanden ihren Rhythmus und Stigrot und Burdine immer häufiger die Lücken in der KSC-Abwehr. War der 3. Satz noch umkämpft, gelang den Berlinerinnen im 4. Satz ähnlich wie Vilsbiburg im 2. Satz zu wenig, um richtig mitzuhalten. Mit Beginn des Tiebreaks waren die Köpenickerinnen wieder dabei, nur im Schlussspurt zogen die Raben noch einmal auf 2 Punkte weg und sicherten sich so den Sieg.

Die Köpenicker Schmetterlinge zeigten über weite Strecken, dass sie mit dem Tabellensechsten richtig mithalten konnten und ihn zeitweise dominierten. Gerade gegenüber den vormaligen Vergleichen gegen die Niederbayern war die positive Entwicklung des Teams klar erkennbar. Walch und Iwohn erzielten die meisten Treffer für den KSC.  Mit ein wenig mehr Stabilität in den Aktionen wäre vielleicht sogar ein Erfolg drin gewesen. Nicole Walch (24 Scorepunkte bei 32 eigenen Annahmen!) erhielt aus den Händen von Köpenicks Bezirksbürgermeister Oliver Igel ihre 4. MVP Medaille, auf Vilsbiburg Seite wurde Zuspielerin Naoko Hashimoto zur MVP gewählt.

Auf dieser heute und in den letzten Spielen gelegten Grundlage kann das Team frohen Mutes in die Pre-Play-Offs gehen, wenn Mittwoch und Samstag die zunächst zwei Spiele gegen Aachen anstehen. Trainer Rieke will den Druck vom Team nehmen: "Obwohl Aachen einen tollen Lauf hat und uns letztens ganz klar beherrschte, haben auch wir in den nachfolgenden Spielen aufsteigende Tendenz gezeigt. Die Karten werden neu gemischt und wir wollen in diesem Spiel mit agieren." Am nächsten Samstag findet das vielleicht letzte Heimspiel der Saison wieder um 19:00 Uhr in der Hämmerlinghalle statt.

Foto: Frank Ziegenrücker

 

 

Nachrichten-Kategorie: