Köpenicker SC II bezwingt den Marzahner VC klar mit 3:0

22. Oktober 2005

Köpenicker SC II - Marzahner VC  3:0
(25:9; 25:11; 25:17)   55 min   100 Zuschauer 

Block von Jana Köhler und Jessica Dümchen gegen Monique Dahlke Knapp 100 Fans aus Köpenick und Marzahn ließen sich trotz der Strapazen des Erstligaauftaktes von gestern Abend das Derby zwischen den Nachbarinnen nicht entgehen und sahen einen überzeugenden 3:0 Sieg der Köpenicker Reserve.

Dabei began die zweite Damenmannschaft des KSC in fast identischer Besetzung wie beim 1:3 gegen Rudow in der Vorwoche. Einzige Ausnahme: Die wieder zur Verfügung stehende Zuspielerin Sandra Sydlik, welche am Freitag ...

... den dritten Satz gegen den Dresdner SC in der 1. Bundesliga zuspielte und letzte Woche aufgrund des Bundespokals fehlte, rückte wieder in die Mannschaft. Ihre Vertretung Pia Riedel wurde etatmäßig wieder als Diagonalspielerin eingesetzt. Gleich blieb allerdings die Tatsache, dass wie schon gegen Rudow keine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Zwar war die Bank mit Saskia Hippe und Laura Wartmann besetzt, doch hatte Hippe am Vortag gegen Dresden drei harte Sätze gespielt und Wartmann plagte sich nach wie vor mit einer Schulterverletzung am Schlagarm. Freudiges Wiedersehen am Rande: Mit Janin Friedrich und Monique Dahlke spielten zwei ehemalige Akteure des KSC auf Seiten des Gegners. Erstgenannte war kurz vor dieser Saison von der Bundesliga-Aufsteigertruppe des KSC nach Marzahn gewechselt.

Als würde diese einzige Umstellung schon reichen, legten die jungen Damen los wie die Feuerwehr. Nach einer Aufgabenserie von Sydlik, bei der vor allem der Angriff mit Jana Köhler, Jessica Dümchen und Pia Riedel positiv hervorstach, sorgte für eine schnelle 9:0 Führung. Einzig Janin Friedrich konnte auf Marzahner Seite vereinzelt positive Akzente setzen und hatte bis zum 14:4 50% aller Marzahner Punkte erzielt. Dem Satzball zum 25:9 ging noch eine schöne Rettungstat der Marzahner Abwehr voraus, doch nutzen die an diesem Tag extrem aufgeweckten KSC-Angreiferinnen in Person von Sophia Karg die Situation blitzschnell aus und besiegelten mit einem kurzen Angriffszug mitten in die Marzahner Konfusion hinein den ersten Satz.

Ein langer Ballwechsel gleich zu Beginn des zweiten Satzes brachte auch hier die 1:0 Führung für den KSC. Doch schon etwas umkämpfter als im Spielabschnitt zuvor wurde diese nur mühsam auf 8:5 ausgebaut. Dabei kam vor allem der im ersten Satz noch schlecht positionierte Block besser zum Zuge. Einem Block von Sydlik zum 9:6 und anschließender Finte der Zuspielerin, folgten erfolgreiche Blockpunkte durch Köhler (14:7) und Riedel (16:8). Eine spektakuläre Abwehraktion der Kapitänin Kopetschke, welche eine schlechte Annahme noch ins Feld zurück bugsierte um einen Schritt später über die Auswechselbank zu stürzen, führte in der Folge zum 17:9. Die nächsten drei Punkte für den Gastgeber erzielte allesamt die konzentriert spielende Riedel. Zunächst verwertete sie ein schönes Über-Kopf-Zuspiel von Sydlik, bevor sie per Block und Ass erfolgreich war. Den Satz besiegelte dann die im Vergleich zur Vorwoche stark verbesserte Köhler. Einen intelligenten Heber zum 23:13 und ein diagonaler Netzroller der U23-Beach-Europameisterin zum Satzpunkt brachten die verdiente 2:0 Führung.

Der dritte Satz began wie eine Kopie des ersten. Eine Angabenserie von Köhler brachte die 5:0 Führung und Marzahn eine erste Krisensitzung. Verbessert und mit einer gut servierenden Monique Dahlke kam der Gast von der Bank und auf 6:4 heran. Eine dann klare 11:6 Führung seitens des KSC wurden bei etwas nachlassender Konzentration auf 11:9 dezimiert. Doch rechtzeitig fand man ins Spielgeschehen zurück und konnte den Vorsprung auf 16:11 ausbauen. Zwei Asse in Folge von Köhler brachten Köpenick dem Matchball entscheidend näher und nach einigen Schwierigkeiten den Satz und somit das Spiel zu beenden, war es letztendlich Sophia Karg, die den letzten Punkt zum 25:17 erzielte.

Ein rundum geschlossene Mannschaftsleistung brachte gegen kämpfende, aber in ihren Mitteln beschränkte Marzahner Gäste einen klaren 3:0 Heimsieg. Damit wird das Spiel am 5.11. um 17 Uhr in Halle beim noch ungeschlagenen Tabellenführer ein echtes Spitzenspiel Erster gegen Zweiter. Mit dieser Leistung sollte auch hier einiges möglich sein, auch wenn die Hallenser, welche letztes Jahr noch sportlich abgestiegen waren und nur durch Verzichte anderer Teams der Regionalliga erhalten blieben, mit starken Ergebnissen aufhorchen lassen. Nicht zuletzt das 3:2 am heutigen Spieltag in Rudow zeigt die Stärke dieser Mannschaft. Man darf gespannt sein, mit welcher Verfassung, Aufstellung und Fankulisse der KSC in Halle aufwarten wird.   

Aufstellung: Sandra Sydlik, Pia Riedel, Jessica Dümchen, Sophia Karg, Jana Köhler, Katharina Kopetschke (C), Saskia Hippe, Laura Wartmann

RK

Foto: Joachim Dümchen
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