Dresden: Ausrutscher in Köpenick

19. Februar 2017

Website Dresden vom 19.02.2017

Das war so nicht geplant: Die DSC Volleyball Damen kassierten am Sonntag eine empfindliche und vor allem überraschend deutliche Niederlage in Berlin: Das Team von Trainer Alexander Waibl unterlag beim Köpenicker SC Berlin mit 0:3 (22:25, 22:25), 24:26).  Nach 83 Minuten nutzte Mittelblockerin Nuria Lopes da Silva den dritten Matchball zum Sieg und dem ersten Erfolg von Köpenick gegen den DSC überhaupt.

Insgesamt agierte der Meister viel zu fehlerhaft und inkonsequent. Von 68 Punkten erzielte der DSC nur 39 selbst, der Rest ergab sich durch Fehler des Gegners. Beste Scorerin des Tages auf Seiten der Gäste war Kadie Rolfzen mit 12 Punkten, die bei der „Sports&Travel“ MVP-Ehrung die silberne Medaille bekam. Gold ging an Köpenicks Nicole Walch, die 23 Punkte erzielte.

„Die Niederlage kommt natürlich überraschend, auch weil wir noch nie gegen Köpenick verloren haben. Nachdem wir gut in den ersten Satz reingekommen sind, kamen wir dann aus einer Rotation nicht mehr raus, sind zwei Schritte zurückgegangen und haben ohne Energie und Vertrauen gespielt. Wir haben nicht aggressiv und entschlossen genug agiert“, sagte Trainer Alexander Waibl nach dem Spiel.

Nach dem 3:1-Erfolg am Sonnabend beim VCO Berlin startete der DSC mit Lucie Smutná, Jocelynn Birks, Kadie Rolfzen, Amber Rolfzen, Brittnee Cooper, Jennifer Cross und Valérie Courtois ins Spiel. In der Anfangsphase des ersten Satzes kam der DSC zunächst gut klar, auch wenn Köpenick in der Abwehr bereits alles vom Boden kratzte, was nur möglich war. Beim 16:14 hatte der Meister zur zweiten technischen Auszeit die Oberhand, doch die Gastgeber holten den Rückstand auf und drehten ihn in eine 18:16-Führung. Waibl reagierte und brachte Mareen Apitz und Liz McMahon, die für das 18:18 sorgten. Bis zum 21:22 aus DSC-Sicht blieb es spannend, dann nahm der Coach den Doppelwechsel zurück. Doch leider gelang dem DSC kein Punkt mehr. So hatte Köpenick beim 24:21 den ersten Satzball. Den vergaben die Gastgeberinnen noch, doch den zweiten nutzten sie zum 1:0 nach Sätzen.

Den zweiten Satz startete der Tabellenzweite mit Apitz und McMahon. In der Endphase sah es bei einer 19:17-Führung gut aus, doch nach einer Auszeit drehte Köpenick den Rückstand erneut in eine 21:19-Führung. Der Meister kämpfte sich aber noch einmal auf 22:23 heran. Dabei wechselte Waibl erneut im Zuspiel. Doch erst schlug Liz McMahon einen Aufschlag ins Netz, dann wurde sie beim Hinterfeldangriff geblockt und es stand 0:2 nach Sätzen.

Im dritten Satz fand der eigentliche Favorit zu keiner Leistung, die an diesem Tag gereicht hätte, um den Gegner zu schlagen. Der DSC lag bereits aussichtslos mit 11:17 zurück, als Mareen Apitz und Jocelynn Birks für Lucie Smutná und Katharina Schwabe ins Spiel kamen. Die Mannschaft stemmte sich noch einmal gegen die Niederlage und wehrte beim 22:24 zwei Matchbälle des Gegners ab, doch den dritten nutzte Nuria Lopes da Silva nachdem die Annahme des DSC direkt über das Netz ging. Damit war die 0:3-Niederlage besiegelt.

Der einzig positive Aspekt: Mittelblockerin Erin Johnson gab nach langer Verletzungspause im dritten Satz ihr Comeback.

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