Die Fast-Nationalmannschaft kommt

18. Januar 2017
Foto: Martina Lowin

Mit dem Blick auf das Aufgebot des SSC Palmberg Schwerin, so der vor kurzem angenommene Name des Erstligateams in der mecklenburgischen Landeshauptstadt zu Gunsten eines Sponsoren (vormals Schweriner SC) - verbinden viele Volleyballfans eine direkte Assoziation mit dem Können der deutschen Nationalmannschaft. Und genau dieses Team ist am 21. Januar 2017 um 19:00 Uhr in der Berliner Hämmerlinghalle am S-Bahnhof Köpenick zu Gast bei den Schmetterlingen des Köpenicker SC Berlin. Das Spiel des Köpenicker Underdogs gegen hochfavorisierte Gäste ist einer der Höhepunkte der zweiten Halbserie für die Berlinerinnen.

In Schwerin hat man in den vergangenen beiden Jahren auf die Zusammenstellung einer Mannschaft Wert gelegt, die im wesentlichen aus den Stammspielerinnen des deutschen Nationalteams besteht. Trainer Koslowski, "nebenberuflich" ebenso aktueller Trainer der Nationalmannschaft gelang es, glatte sieben Athletinnen für das Schweriner Team zu gewinnen, die auch ansonsten bei der Nationalmannschaft zu den Erfahrenen oder zu den Nachrücker-Talenten gehören. Mit den Namen Dürr, Geerties, Hanke, Brinker oder Brandt verbinden sich Qualitäten auf dem Feld, die in der deutschen Liga nur von wenigen Spielerinnen anderer Vereine erreicht und übertroffen werden. Hinzu kommen mit Lohmann und Krause zwei Juniorinnen-Nationalspielerinnen, drei US-Amerikanerinnen und die erfahrene und in ihrer Spielweise sehr dynamische Brasilianerin Lousiane Souza Ziegler.

Erwartungsgemäß haben sich die Schwerinerinnen zwischenzeitlich an der Tabellenspitze der Liga festgesetzt, obwohl eine kleine Schwächephase mit den Niederlagen gegen Vilsbiburg und Wiesbaden das Bild ein wenig trübte. Aber das war nur eine kurze Momentaufnahme - das Team fand wieder den Rhythmus und sicherte sich nachfolgend gegen Potsdam und Münster die Punkte. Auf der Scorerliste findet sich Diagonale Louisa Lippmann ganz weit vorn - in Schwerin fand sie mit viel Einsatzzeit wieder zu einer tollen Form und trug mit mehr als durchschnittlich vier Punkten pro Satz zu den Erfolgen bei. Mit den zweitmeisten Punkten überzeugte die aus Köpenick gekommene Lauren Barfield, die mit ihrer mannschaftsdienlichen Spielweise und der hohen Präsenz am Netz für Trainer Koslowski einen echten Wertzuwachs bedeutete. Wen wundert es - diese Mannschaft strebt nach den Titeln in der deutschen Meisterschaft und dem Pokal, die in den vergangenen drei Jahren regelmäßig an andere Vereine gingen.

Wohl wahr: Der KSC ist nur Außenseiter im Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten. Doch beim Auswärtsspiel in Schwerin gelang den Berlinerinnen ein schöner Satzgewinn und der Favorit musste sich doch etwas mehr strecken, um die gewollten Punkte einzufahren. Genau diese Haltung der KSC Schmetterlinge wollen wir wieder sehen: Das Team von Trainer Rieke hat nichts zu verlieren und will mit konzentriertem und selbstbewussten Spiel ein echter Gegner für die Schwerinerinnen sein. Wir sehen uns in der Hämmerlinghölle!

Foto: Martina Lowin

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