Borken: Knappe Niederlage gegen Köpenick II

21. November 2016

VBL vom 20.11.2016

Das es knapp werden würde gegen den Köpenicker SC, war der Mannschaft und dem Trainerteam bei der Abschlussbesprechung der Skurios Volleys vor diesem Spiel sicherlich bewusst. Die Analyse des Gegners, die von der Mannschaft und dem Trainer gemeinsam erarbeitet wurde, ergab dass - wenn es bei den Köpenickern läuft - sie so gut wie keine Fehler machen. Das Team ist kampfstark und erfahren. Wenn man eine Chance sieht, dann hauptsächlich über starke Aufschläge, um den Gegner unter Druck zu setzen. Dies nahmen sich die Mädels von Borkens Trainer Chan Cheng Liu zu Herzen.

Im ersten Satz begannen sie genau diese Vorgaben umzusetzen. Die Aufschläge waren druckvoll und Köpenick brauchte einige Zeit, um die Situation zu realisieren. Aufschlagfehler der Berlinerinnen taten dann ihr übriges. Wenn die Hauptstädterinnen ins Spiel kamen, konnte Borken mit einer starken Feldabwehr kontern. So ging der erste Satz verdient mit 25:19 an das Team aus dem Westmünsterland.

Im Durchgang zwei spielten sich die Skurios Mädels so richtig ein. Es klappte alles und man konnte den Druck aus dem ersten Satz sogar noch etwas erhöhen.Die Berlinerinnen hatten nichts entgegen zu setzen. Man war auf Borkener Seite vielleicht sogar ein wenig verwundert, dass es augenscheinlich so einfach lief und die Mannschaft klar auf der Siegerstraße war. Der zweite Satz ging mehr als deutlich mit 25:12 an die Skurios Volleys.

Die Stimmung in der Mergelsberg Sporthalle war prächtig, denn alles sah nach einem klaren Sieg für die Heimmannschaft aus. Der mitgereiste Köpenicker Anhang (die beiden Trommler waren schon "Skurios" gekleidet) gaben trotzdem alles. In der Satzpause schien Berlins Trainer Florian Völker die richtigen Worte und Stellschrauben gefunden zu haben. Seine Mannschaft kam wie verwandelt auf das Spielfeld. Die Annahme hatte sich stabilisiert und konnte so den Borkener Aufschlägen standhalten. Auch mit den eigenen Angriffen kamen sie nun deutlich besser durch. Für das Borkener Trainerteam war klar, das jetzt der Gegner spielte, den man erwartet hatte. Es schlichen sich zu allem Überfluss kleine Fehler ins eigene Spiel ein. Der dritte Satz ging nach 25 Minuten verdient mit 25:20 an die Berlinerinnen.

Im vierten Satz bekamen die Borkener Zuschauer dann tolle und teils lange Ballwechsel zu sehen. Köpenick konnte durch die ausgeglichene Breite im Kader häufig wechseln und so dem Druck der Borkenerinnen die Schärfe nehmen. Trotzdem war der Satz lange Zeit ausgeglichen. Gegen Ende zeigte sich, dass die Berlinerinnen die Erfahrung haben, die dem Borkener Team noch fehlt. 22:25 ist das Endergebnis und somit mussten die Skurios Volleys in den Tiebreak.

Auch im fünften Satz blieb das Spiel spannend. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. So waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag zum Sieg für den Köpenicker SC (15:12) gaben. Somit konnten sich die Berlinerinnen nach einer Aufholjagd mit zwei Punkten belohnen.

Als Fazit aus diesem Spiel kann bei den Skurios Volleys aus Borken mitgenommen werden, dass das Team in der Lage ist, gegen die meisten Mannschaften der Liga mitzuhalten. Häufig sind es die eigenen Nerven und Kleinigkeiten, die den Ausschlag geben. Dies muss man der noch jungen Mannschaft, die ansonsten sehr gut harmoniert, in ihrer ersten gemeinsamen Saison einfach noch zugestehen.

MVP auf der Skurios Volleys Seite wurde Johanna Müller Scheffsky. Für Berlin wurde dies Stephanie Utz.

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