Berliner Angriffsleistung überzeugt

05. Februar 2017
Foto: Frank Ziegenrücker

Köpenicker SC Berlin - Schwarz-Weiß Erfurt     3:0      (25:17,28:26,25:21) 

Mit einem klaren 3:0 schickte der KSC Berlin am heutigen Abend die Gäste von Schwarz-Weiß Erfurt aus der Halle - hier waren für die Gäste keine Punkte zu erringen. Erfurt zeigte sich zeitweise als gleichwertiger Spielpartner, scheiterte mit seinen Offensivaktionen jedoch an der Köpenicker Abwehr. Dagegen erspielten sich die Gastgeberinnen zur Freude des Publikums mit konsequenten Angriffen immer wieder attraktive Punktgewinne.

Beide Teams hatten je einen personellen Ausfall zu verkraften. Während auf Berliner Seite Pia Riedel mit einer Verletzung nicht zur Verfügung stand, war Luise Wolf für Erfurt mit den Folgen einer heftigen Erkältung nicht einsatzfähig. Erfurt drückte gleich zu Spielbeginn mit aggressiver Aufschlagsarbeit richtig auf die Tube und traf auf eine Heimmannschaft, die sich mit einigem Lampenfieber zunächst in der Abstimmung und der Konzentration etwas schwer tat. Mitte des 1. Satzes führten die Gäste noch mit vier Punkten. Dann fand der KSC den richtigen Rhythmus und sicherte sich den Satzgewinn. Dabei hatte Nicole Walch allein 9 Treffer zum Satzerfolg beigetragen. Auch im zweiten Satz führten die Gäste lange - beim Stand von 12:19 gegen die Gastgeberinnen schien der Ausgleich in Reichweite. Kurze Zeit später hatten - nach der taktischen Einwechslung einer zweiten nominellen Libera zur Abwehr- und Annahmestabilisierung durch Trainer Manuel Rieke - die Berlinerinnen mit 22:20 die Führung erkämpft. Wenn sich der Aufsteiger auch gegen den Satzverlust wehrte, den Erfolg konnten die Berlinerinnen verbuchen. Im dritten. Satz dominierte Köpenick von Anfang an und ließ nichts mehr anbrennen. 

In Aufschlag, Annahme, sowie Blockarbeit waren die Mannschaften nahezu gleichwertig. Den Unterschied machte die Angriffsleistung im Zusammenspiel mit der Abwehr aus. Mit einerseits mehr Druck in den Aktionen, aber auch viel Geduld und Überlegtheit in der Vorbereitung der Angriffe forderten die Berlinerinnen die Abwehr der Gäste schon intensiv und vollstreckten dann zuverlässig. Dagegen tat sich Erfurt recht schwer, sich gegen die Berliner Abwehr durchzusetzen - immer wieder bekamen die Gastgeberinnen noch die Hand unter den Ball und die Kontrolle auf das Spielgeschehen. Lediglich 20 % der Thüringer Angriffe waren erfolgreich, der Spielstand war Ausdruck dessen. Für die Berlinerinnen punkteten sowohl Walch als auch Steffen mit einem Satzdurchschnitt von mindestens 5 Treffern - eine außerordentlich gute Quote. Der MVP-Titel wurde Zuspielerin Sarah Wickstrom verliehen. Erfurt hatte in Libera Lisa Stock seine Beste. Die Champions-League-Erfahrene erhielt bereits die 6. MVP-Medaille in dieser Saison. 

Für den KSC geht es im Training mit der Vorbereitung auf die nächsten beiden Auswärtsspiele weiter. Nach dem Trip in Richtung Aachen zum Samstag folgt am Mittwoch darauf bereits das Auswärtsspiel in Münster.

Foto:  Frank Ziegenrücker

Nachrichten-Kategorie: